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SED-Fernseher - Fernseher der Zukunft ?

Der SED Fernseher ist eine aufregende neue Technologie für Flachbildschirme. Hinter der Entwicklung dieser neuen Fernsehertechnologie stecken Canon und Toshiba.

Die Markteinführung musste zwar wiederholt verschoben werden, aber nun kündigte Toshiba Ende 2008 die Markteinführung an. Bereits auf der letzten IFA (2007) gewährte Toshiba etwa 600 Händlern und Journalisten, hinter verschlossenen Türen, einen Blick auf das Bilderzeugungsprinzip. Toshiba geht davon aus das in bereits fünf Jahren SED-Fernseher den Markt für große Flachbildschirme dominieren könnten.

Was bedeutet SED eigentlich und wie funktioniert die Technologie? SED steht für: Surface Conduction Electron Emitter Display.
Ein SED-Bildschirm funktioniert folgendermaßen: Zwischen zwei eng beieinander stehenden Glasplatten herrscht ein Vakuum. Die dem Zuschauer zugewandte Platte ist innen wie eine Fernsehröhre mit einer Phosphorschicht bedeckt, die beim Auftreffen von freien Elektronen zum Leuchten in den Grundfarben Rot, Grün und Blau angeregt wird. Als „Elektronenkanone" kommen statt einer glühenden Kathode allerdings nur mikroskopisch kleine Erzeugereinheiten zum Einsatz, die jeweils einem einzigen Subpixel, also der Komponente Rot, Grün oder Blau eines Bildpunktes, zugeordnet sind. Diese Einheiten bestehen aus zwei durch wenige Nanometer getrennte Elektroden auf der hinteren Glasplatte. Beim „Tunneln" von Elektronen über den nicht leitenden Schlitz werden einige davon nach vorne weggeschleudert, treffen auf den Phosphor und lösen das Leuchten des farbigen Subpixels aus. Präzise angesteuert, können so die einzelnen Zellen jeden Bildpunkt in jeder Farbe aktivieren.

Die SED Technologie nimmt Anleihen bei der seit Jahrzehnten gängigen Röhrentechnik (CRT). Dieser Ansatz hat gegenüber bereits eingesetzten Techniken im Flachbildschirmbereich einige Vorteile. Zum einen ist der von den bereits aus der Röhren-TV-Zeit bekannten Phosphorschichten erzeugbare Farbumfang für die menschliche Wahrnehmung fast optimal, die Bilder sehen also natürlicher aus als auf den Konkurrenzgeräten. Die Abwesenheit einer Hintergrundbeleuchtung (LCD) oder unbeabsichtigt frühzeitige Entladung (Plasma), sorgt für ein sehr sattes, tiefes Schwarz und damit ein hohes Kontrastverhältnis. Die extrem kurze Reaktionszeit von etwa einer Millisekunde eliminiert alle Verwischeffekte, wie sie bei anderen Ansätzen, z. B. bei Laufschrift, häufig noch wahrzunehmen sind. Ebenfalls nicht unwichtig ist ein deutlich niedrigerer Stromverbrauch. Ein LCD-Gerät von 32 Zoll nimmt aufgrund der ständig aktiven Hintergrundbeleuchtung etwa 170 Watt, ein Plasmabildschirm bis zu 300 Watt an Leistung auf. Der gleich große SED-Prototyp zieht, je nach Bildhelligkeit, nur etwa 120 Watt aus der Steckdose. Bei den aller Voraussicht nach ansteigenden Energiepreisen entwickelt sich dieser Vorteil schnell zu einem Faktor für die Kaufentscheidung.

Die Urteile der Fachleute nach der Vorführung auf der Infa, bei der ein SED-Prototyp im Vergleich mit einem Plasma- und LCD-Bildschirm verschiedene Videosequenzen darstellte, lassen durchaus auf eine interessante Technologie schließen. Mal sehen ob sie sich auf den Markt durchsetzt.

 

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